Mord im Weinberg

Der Weinbauer fährt seine allmorgendliche Strecke ab, er guckt über die akkurat stehenden Weinstöcke und sieht dort plötzlich irgendwas Störendes zwischen 2 Weinstöcken liegen. Er hält an und geht näher und noch näher, ihn befällt Angst und ächzend muss er erkennen, das dort ein Mensch liegt, unnatürlich in seinen Verrenkungen: Dieser Mann muss tot sein... Entsetzt läuft er zu seinem Traktor um dort per Handy die Polizei anzurufen. Erst jetzt fällt ihm ein, dass er nicht mutig genug war, zu schauen, ob er den Toten kannte. Nachdem er sich erst mal ein Bon Bon in den Mund gesteckt hat,  wagte er sich noch mal zu dem Toten. Fast wurde ihm schlecht, als er feststellen musste: Der Tote liegt da nicht mehr....
Mit weit aufgerissenen Augen blickte er wild um sich! Nun, da die Leiche verschwunden war, ging er davon aus, dass es ein Mord war, oder Totschlag... auf alle Fälle war der Täter hier in seinem Weinberg versteckt! Er bekam es mit der Angst und hetzte die ca 200 m zu seinem Trecker zurück. Er rief sich das Aussehen, die Kleidungsstücke des Mannes ins Gedächtnis. Die Polizei würde fragen stellen!  

Als er an seinem schutzgebenden Traktor ankam, beeilte er sich erstmal, hinter sein Steuer zu kommen. Dort verharrte er mehr oder weniger regungslos. Er begann, sich von dem Schreck zu erholen und atmete tief durch! Plötzlicht sah er im Rückspiegel etwas aufblitzen und erschrak, beruhigte sich aber gleich darauf als er erkannte, dass es die erwartete Polizei war. Kurz hinter ihm hielten sie den Streifenwagen an, es stiegen 3 Mann aus, alle in Jeans und Multifunktionsjacken, sowie Sportstiefeln. Rechneten Sie mit ner Verfolgungsjagd zu Fuß durch die Weinstöcke??? Er sorgte sich um seinen gutstehenden Wein... der erste nannte seinen Namen und die seiner Begleiter und zeigte seinen Dienstausweis, sowie die Polizeimarke. Ein Inspektor Erlinger, begleitet von den Kollegen Mirow und Ulmenau.  Grinsend
Erlinger forderte Weinert, so hieß der Weinbauer, auf, zu erzählen. "Da gibt es nicht viel zu erzählen". "Ich sah dort," mit der Hand zeigte er in die betreffende Reihe, "eine Art Bündel liegen, etwas Dunkles, und weil ich nicht erkennen konnte, was es war, ging ich näher heran. Aber nur so weit, bis ich erkennen konnte, dass es ein Mensch war, ein Mann, dessen Gesicht ich nicht hatte sehen können, weil es mir abgewandt lag! Arme und Beine des "Toten" waren unnatürlich verrenkt, so dass ich einfach annahm, dieser Mensch müsse ganz einfach tot sein". "Ich traute mich nicht näher ran und lief zu meinem Traktor, von dem aus ich Sie mit meinem Handy anrief" erzählte er.  "Wie sah der Mann aus?" wollte Erlinger wissen? Weinert hatte sich ja da schon innerlich festgelegt und sagte: " Er war schlank und hatte etwa meine Größe, und einen beigefarbenen Regenhut auf. Er war mit einer blauen Regenjacke bekleidet und hellblaue Jeans. An den Füßen trug er hellbraune Sneakers, die mit den 3 Streifen"  Ulmenau machte sich Notizen, während Mirow den Boden absuchte, in der Umgebung ihres Standortes. Erlinger hakte nach... "Hatte er ne Tasche oder Rucksack oder so was dabei? Ist Ihnen  sonst nix aufgefallen?" Weinert überlegte kurz, dann schüttelte er mit dem Kopf. "Mir fiel nur auf, dass er sehr ordentlich und sauber gekleidet war" Die Beamten gingen zu der Stelle hin, die Weinert ihnen erklärt hatte...

Ulmenau kam im Laufschritt zu ihm rübergelaufen. Er war ganz aufgeregt. Ich soll sie fragen, ob sie den Mann hier kennen? Er zeigte Weinert ein Passfoto und erzählte ihm, dass Mirow es gefunden hat, dort wo der "Tote" lag. "Es muss ihm aus der Tasche gerutscht sein". "Kennen Sie ihn"? "Und ob ich ihn kenne"!
Weinert schrie es beinahe. "Das ist mein größter Konkurent hier im Umkreis. Er wohnt in Schwabburg, Nachbarort und es fuchst ihn gewaltig, dass mein Wein besser ankommt als seiner. Er hat wohl auf die falsche Rebsorte gesetzt. Er heißt Petersen." Erlinger gesellte sich zu den Beiden, während Mirow noch den Boden nach Spuren untersuchte. Weinert sah, wie er dünne Handschuhe anzog und einen Plastikbeutel aus seiner Innentasche holte sowie etwas ähnliches, wie einen Löffel. Haben Sie den Mann auf dem Foto erkannt, Herr Weinert? Ulmenau nahm die Gelegenheit wahr und mischte sich ein, um ihm zu erzählen, was er von Weinert erfahren hat. Erlinger drehte sich um zu Weinert und fragte: "Welche Rebsorte haben Sie denn angebaut"? Weinert antwortete: *"Ich hab mich für Riesling entschieden!
*Riesling ist eine weiße Rebsorte, die als eine der besten und wichtigsten Weißweintrauben gilt.

Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird. Sie bringt in kühleren Gegenden die besten Ergebnisse und wird vor allem in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern angebaut. Weine aus deutschem Riesling genießen ein hohes Ansehen auch auf den internationalen Märkten, Spitzenlagen werden in guten Jahren zu Höchstpreisen gehandelt.*


"Das ist ja sehr interessant, Herr Weinert, ich glaube ich fahr heute noch mal nach Schwabburg und besuche den Petersen. Wie verstehen Sie Beiden sich? Herrsch Feindseligkeit"? "Nicht so sehr, aber Freunde sind wir nicht gerade. Dummerweise haben seine Tochter und mein Sohn sich ineinander verliebt!  
"Kann der "Tote" Petersen gewesen sein???" "Ausgeschlossen, Petersen ist recht korpulent"
"Gut, dann machen wir hier mal Schluss für heute. Ich melde mich, wenn es etwas Neues gibt, und Sie sich bitte bei uns im Büro. Hier ist meine Karte. "Ach noch etwas, ich muss Sie bitten, morgen Vormittag bei uns vorbeizukommen. Sie müssten bitte das Protokoll unterschreiben. Die Adresse steht ja auf der Karte." An Ulmenau gewandt:  Ihr Beide sorgt noch dafür dass ein Absperrband die Fläche einzäunt, die Mirow gerade absucht, ja?" "Wird gemacht, Chef"

"Ach, Herr Weinert! - Halten Sie es für möglich, dass das Passfoto und der "Tote" eine Warnung an Sie  ist?
Übrigens, ich glaube nicht daran, dass da ein Mensch lag, tot oder lebendig. Ich denke, es war eine Puppe :-) Wir haben so etwas ähnliches wie Sägemehl gefunden  Sherlock

Weinert schaute den Inspektor ganz erschrocken an.... er wurde blass und verabschiedete sich fast stotternd.

Erlinger machte sich darüber seine Gedanken! Mirow war mit dem Absuchen des "Tatortes" fertig und traf gerade bei Erlinger ein, als der so vor sich hinmurmelte: Wieso hat der sich jetzt gerade so erschreckt? "Was haben Sie gesagt, Chef?" Ach nix, brumel brummel brummel... Achselzuckend ging Mriow zum Streifenwagen, Ulmenau saß schon auf dem Rücksitz und schrieb fürs Protokoll schon mal Stichpunkte auf. Erlinger kam auf die Beiden zu und sagte nur: Fahren wir"
Mirow und Ulmenau sahen sich nur an und wie ais einem Munde fragten sie: "Wohin?"
"Nach Schwabburg, wohin denn sonst?" sagte Erlinger

- ich fahre " sagte Erlinger, und ließ den Wagen an.....

Den Beiden blieb der Mund offen stehen... "Was wollen wir denn  in Schwabburg?"
"Na was wohl,   ... Ich will Petersen mal kennenlernen, mir ein Bild von ihm machen....
Irgenwas stimmt da nicht. Weinert war vorhin so komisch... ich hab son Verdacht...

Könnt Ihr Euch vorstellen, dass das eine besprochene Sache zwischen den beiden Weinbauern ist? Das Weinert uns was vorgespielt hat? Weinerts Sohn hat sich in Petersens Tochter verliebt, offenbar zu seinem Missfallen, denn er äußerte sowas... Vielleicht wollen die beiden auf diese Art  einen Keil zwischen die Verliebten treiben... Aber warum sollen die beiden sich nicht ineinander verlieben?" Ein Schweigen entstand.... und bald kamen Sie in Schwabburg an. Sie bogen in die erste Straße rechts ein, und Erlinger fluchte und riss das Steuer nach links, denn ein Fußgänger stand rechts am Straßenrand und wollte gerade über die Fahrbahn gehen, zum Glück konnte Erlinger ihm durch den Sckhenker ausweichen! Mirow beeilte sich aus dem Wagen zu kommen und sprach den Mann an... Der Mann entschuldigte sich wortreich, aber Mirow beruhigte ihn und fragte: "Wie kommen wir zu den Petersens?" Mirow stieg wieder ein und sagte: "Immer geradeaus, Chef, und da vorne, 100 m vor der Ampel ist die Auffahrt zu seinem Grundstück...

Erlinger trag bei Petersen nur die Tochter an. Er erfuhr nach einigem Hin und her und geschickten Fragen so Einiges:  
Sie erzählte, sie war beim Weinberg von Weinert um seinen Sohn zu treffen, denn sie nahm an, er machte heute die Kontrollfahrt. Sie wollte ihm einen Streich spielen, wegen einer kleinen Kabbelei am gestrigen Tage. Sie nahm also eine Puppe mit und wollte ihren Freund damit necken: Er solle denken, sie ginge da mit einem anderen Mann spaziern. Sie errötete: "Ich weiß, das ist albern gewesen - aber es kommt noch peinlicher! Plötzlich kommt sein Vater mit dem Trcker angefahren! Vor Schreck ließ ich die Puppe einfach fallen und lief zu meinem Rad, es lsg etwas weiter weg und versteckte mich. Als herr Weineret die Puppe gefunden hat und zu seinem Trekker zurückeilte, stieg ich auf mein Rad und holte mir die Puppe und fuhr schnell nach Hause!" Sie war immer noch ganz verlegen. "Kann ich die Puppe mal sehen?" Erlinger sah sie fragend an. "Ja, ich hole sie her. Sie ist nebenan!" Sie eilte ins Nebenzimmer. Erlinger sah seine Mitarbeiter an. "Das wars dann wohl!"
Er fing an zu lachen, lauter und lauter wurde es und die beiden, Mirow und Ulmenau fingen auch an und lachten und lachten. Und wenn sie nicht gestorben sind, lachen sie noch heute!  

LOL  LOL  LOL


maymorning grüßt lachend alle Krimifans 

 LOL


*(den grauen Text habe ich aus einer Webseite entnommen >
http://www.winzerauslese.de/index.php?option=com_content&task=view&id=197&Itemid=189



maymorning©Dezember2009

Der "Weinkrimi" entstand rein zufällig im Krimiforum "Toms Krimitreff! Ich begann mit ein paar Sätzen und einige User wollten, dass ich weiter schreibe... naja, das machte ich dann auch

Hier mal der Link: www.toms-krimitreff.de

Im "Diskussionsforum" kannst du Einiges nachlesen... :-) u.a. meine "Krimis"

Der Peinekrimi war quasi die Folge vom Weinkrimi. Wir kamen auf die Idee, einen Schreibwettbewerb durch zuführen. leider reichten nur 3 User etwas Selbstgeschriebenes ein, wobei zwei  Krimis  noch nicht fertig sind ...

Mein Peine-Krimi stelle ich Euch hier vor... Er ist mal etwas anders gestrickt. Ich würde mich über einen Kommentar freuen... 

Nachtrag am 01.11. I1: Die Kommentare hielten sich leider in Grenzen. Ich glaube, der war nicht gut... so ist das Leben...

Mein Peinekrimi  Laptop

DER WÜRGER VOM EIXER SEE
Montag
Unwillig warf ich mich auf die andere Seite, es war plötzlich so hell und ich nahm an, ich liege mit dem Gesicht zum Fenster. Gleichzeitig ärgerte ich mich über mich selber, weil ich gestern Nacht vergessen habe, das Rollo runterzulassen! Ich blinzelte und etwas stach mir ins Auge. Ich fing an zu lächeln, ohne es zu wollen, aber ich konnte nicht anders, ES WAR DIE SONNE, die mich stach  Hatte mich zur falschen Seite rumgeworfen.
Meine Beine fanden den Weg alleine aus dem Bett und mein Oberkörper und alles Andere folgte mechanisch. Vor mich hin pfeifend begab ich mich ins Bad. Endlich schien die Sonne, freute ich mich, während das Wasser auf meinem Körper wohltuendes Prickeln verursachte. Schnell wusch ich auch noch meine Haare. Nun beeilte ich mich langsam, denn ich hatte beschlossen, wieder mit dem Rad aufzubrechen. Die Kaffeemaschine hatte ich vor dem Duschen schon angeschmissen, so dass mir anregender Kaffeeduft in die Nase stieg, als ich aus dem Bad trat. Ich zog mich schnell an, dann frühstückte ich, als ich ein Klappern an meiner Eingangstür hörte. Ich schaute auf die Uhr, erhob mich und ging zu Tür um die Zeitung zu holen. Eine Schlagzeile sprang mir sofort ins Auge: Wer kennt diese Frau? Stand da in großen Buchstaben. Ein junges Frauengesicht „starrte“ mich mit komisch blicklosen Augen an. Mich beschlich ein Gruselgefühl. Ich begann zu lesen. Mir drehte sich plötzlich alles und ich eilte ins Bad. Mir wurde schlecht und ich musste mich übergeben…
Als ich wieder aus dem Bad trat, und zurück am Frühstückstisch war, sah ich dass ich meinen Kaffee noch gar nicht ausgetrunken hatte. Ich holte mir eine neue Tasse und schenkte mir noch mal einen Kaffee ein. Ich räumte den Tisch ab, las noch etwas und trank den Kaffee aus.
Dann ging ich zu meinem Rucksack, der von gestern Abend noch im Flur stand, nahm das große Badetuch heraus und tauschte es gegen ein frisches aus. Die anderen Sachen packte ich wieder ein, nachdem ich den Sand ausgeschüttelt hatte. Dann verließ ich meine Wohnung. Ich holte mein Rad aus dem Keller, und fuhr los, ohne zu wissen wohin…

Ich war angekommen. Ich suchte mir ein etwas abgelegenes schattiges Plätzchen unweit des Ufers am Eixer See. Mein Handtuch diente mir auch heute wieder als Unterlage. Ich war plötzlich müde und schlief ein.
Als ich Stunden später aufwachte, war es schon schummerig. Ich setzte mich auf und rieb mir verwundert die Augen. Ich wusste wieder wo ich war.
Etwa 30 m von mir entfernt lag eine junge Frau auf ihrer Decke, der es scheinbar ebenso erging wie mir. Sie war eingeschlafen und bemerkte gerade erst, dass sie inzwischen mit mir alleine war an diesem wirklich schönen Stück des Eixer Strandes. Hier war es schön ruhig, denn das Strandcafe war fast auf der anderen Seite. Da war es lauter, wie ich wusste…

Ich konnte erkennen, dass sie Angst bekam, nicht nur an ihren, in Windeseile schnell zusammengesuchten Sachen, z.B. ihrem Buch, in dem sie vorhin noch gelesen hatte, ihre Brille, mit der sie vorhin noch so toll aussah, ihre Sonnenmilch, mit der sie sich vorhin noch von einem jungen Mann eincremen ließ….Hastig raffte sie ihre Decke zusammen und stopfte alles in ihre große Badetasche. Mit schnellem Rundumblick verließ sie ihren Sonnenplatz  und lief in Richtung Parkplatz.

Das hätte sie lieber nicht tun sollen!

Dienstag
Als ich an diesem Morgen erwachte, stach mich nichts ins Auge, dafür freute ich mich, dass ich das Rollo runtergelassen hatte, als ich zu Bett ging. Endlich konnte ich mal länger schlafen, und zu meiner Überraschung sprang gerade mein Radiowecker an. Also war es schon 9 Uhr. Ich hatte über 12 Stunden geschlafen, nicht zu glauben. „Peine. In den frühen Morgenstunden wurde am Eixer See die Leiche einer jungen Frau gefunden. Der Schäferhund des Herrn P. fand sie im Gebüsch, in der Nähe des Parkplatzes, unweit des Ufers gegenüber des Strandcafes. Wie die Frau am Tage zuvor, war auch diese  Frau offensichtlich erwürgt worden. Die Polizei ermittelt fieberhaft . Gesucht wird in diesem Zusammenhang ein Radfah“. Blitzschnell zog ich den Stecker, das wollte ich mir nicht anhören. Verwirrt ging ich zur Tür und holte mir die Zeitung. Da war es schon wieder… Ein Bild einer jungen Frau auf der Titelseite. Auch diese hatte ich noch nicht gesehen, oder? In der PAZ stand auch, dass die Frau erwürgt wurde. Oh mein Gott, ist das furchtbar. Ich ließ die Zeitung fallen und rannte ins Bad. Mir war schlecht, ich übergab mich.
Als ich wieder raus kam, sah ich den Rucksack im Flur stehen…
Aller Dinge sind drei, dachte ich, und nahm mir noch eine Scheibe Brot. Heute wollte mich mein Kumpel besuchen, und da brauche ich eine gute Unterlage, denn es würde genügend Härke Pils zu trinken geben! Und ich brauchte noch einen einigermaßen klaren Kopf, denn ich musste mit dem Rad noch einmal weg, das ist mir klar geworden, als ich den Rucksack im Flur gesehen habe.
Ich erschrak als ich die PAZ dort auf dem Boden liegen sah…was sollte Hubert von mir denken? Überhaupt, wie sah es denn hier aus? Ich blickte mich um in der Wohnung. Vor mich hinmurmelnd ging ich zu dem Rucksack und hob ihn hoch. Viel hätte nicht gefehlt und ich hätte ihn mir aufgeschnallt… Gottseidank fiel mir noch Hubert ein. Er musste jeden Moment kommen. Schnell schloss ich den Rucksack weg. Das Handtuch konnte ich nachher austauschen. Wichtiger waren meine Jeans, die da vor meinem Bett lagen. Ganz sandig waren die Hosenbeine, das kam von dem Laufen im Sand, irgendwie erregte mich die Erinnerung, Gänsehaut überlief mich. Erinnern konnte ich mich sonst nie! Was war nur los mit mir…. Es klingelte. Hubert!
Mittwoch
Mein Kopf dröhnte! Ich konnte mich kaum bewegen. Hubert bringe ich um…Neben einer Kiste Härke Bier hat er noch 3 Flaschen Wodka mitgebracht.
Plötzlich fiel mir was ein…. Ich war gestern gar nicht mehr mit dem Rad weg, oh mein Gott… Hoffentlich ist Hubert nach Hause gegangen. Wenn nicht….
Ich musste das jetzt wissen. Ächzend stand ich auf und ging ins Wohnzimmer. Der Anblick raubte mir den Atem!
Hubert lag auf dem Sofa, sein Mund stand offen…
Aber er schnarchte… ich verbot mir das Heulen.
Ich ging zu ihm und weckte ihn indem ich ihn an der Schulter rüttelte. „Los Hub, du musst gehen, ich muss noch weg, steh endlich auf“ Er grunzte: „Wie spät ist es“? „Halb 10, beeil dich. In der Küche steht Kaffee“
Ich hörte ihn in der Stube rumoren und ins Bad gehen, Die Brause rauschte. Ich war erleichtert. Endlich konnte ich meinen Rucksack packen. Und dann…
Ich ging zur Tür und holte mir die Zeitung. Keine Schlagzeile, die mir auf den Magen schlug, wie die letzten beiden Tage…


Ende

maymorning© März2011
 


   

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